Reisemedizin & Reiseimpfungen

Ob Badeurlaub in der Karibik oder Rucksackreise durch Südostasien: Fernreisen hinterlassen unvergessliche Eindrücke, bringen aber auch gesundheitliche Risiken mit sich – durch das Klima, andere Krankheitserreger und oft einfachere hygienische Bedingungen. Wer sich rechtzeitig informiert, kann die meisten davon deutlich verringern.

Rechtzeitig planen

Viele Impfungen brauchen mehrere Wochen, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist, manche erfordern zwei oder drei Termine. Planen Sie die reisemedizinische Beratung daher idealerweise sechs bis acht Wochen vor der Abreise. Welcher Schutz sinnvoll ist, hängt vom Reiseziel, der Reisezeit, der Dauer und der Art der Reise ab: Ein Hotelaufenthalt in der Stadt verlangt andere Vorsorge als eine Trekkingtour auf dem Land.

Impfungen

Zuerst sollten die Standardimpfungen aufgefrischt sein: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern und – je nach Alter – weitere. Für viele Fernziele kommen Hepatitis A, gegebenenfalls Hepatitis B, Typhus oder Tollwut hinzu. Einige Länder verlangen bei der Einreise einen Nachweis der Gelbfieberimpfung. Aktuelle Empfehlungen veröffentlichen das Robert Koch-Institut und das Auswärtige Amt.

Malaria und Mückenschutz

In Malariagebieten ist konsequenter Mückenschutz die wichtigste Maßnahme: lange, helle Kleidung in der Dämmerung, Mückenschutzmittel mit DEET oder Icaridin und ein Moskitonetz. Ob zusätzlich eine medikamentöse Prophylaxe oder ein Notfallmedikament sinnvoll ist, entscheidet die ärztliche Beratung anhand des Reiseziels.

Die Reiseapotheke

In die Reiseapotheke gehören neben persönlichen Dauermedikamenten (in ausreichender Menge und im Handgepäck) Mittel gegen Schmerzen und Fieber, Durchfall und Übelkeit, Sonnenschutz, ein Mückenschutz, Pflaster und Desinfektionsmittel. Bei Reisen in heiße Länder sollten Medikamente vor Hitze geschützt transportiert werden.

Essen und Trinken

Viele Reiseerkrankungen entstehen durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel. Die alte Regel „Koch es, schäl es oder vergiss es“ gilt bis heute: kein Leitungswasser, keine Eiswürfel, keine ungeschälten Früchte oder rohen Salate in Ländern mit niedrigem Hygienestandard.

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