Service rund um Arzneimittel

Rund um Arzneimittel und Gesundheit gibt es viele praktische Fragen, die im Alltag oft untergehen: Was passiert mit abgelaufenen Medikamenten? Wann lohnt sich ein Gesundheitscheck? Und wie ist die eigene Hausapotheke eigentlich bestückt? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten im Überblick.

Individuell hergestellte Arzneimittel (Rezepturen)

Die meisten Medikamente werden heute als Fertigarzneimittel angeboten. Trotzdem werden in deutschen Apotheken jedes Jahr Millionen Rezepturen angefertigt – vor allem Salben und Cremes für die Hautbehandlung, aber auch Kapseln, Zäpfchen oder Lösungen für Kinder, deren Dosierung genau angepasst werden muss. Grundlage ist meist eine ärztliche Verordnung. Fragen Sie bei der Abholung nach, wie lange die Zubereitung haltbar ist: Rezepturen enthalten oft keine oder nur wenige Konservierungsstoffe.

Alte Medikamente richtig entsorgen

Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel gehören nicht in die Toilette oder den Ausguss, weil Wirkstoffe so ins Abwasser gelangen. In vielen Kommunen dürfen sie über den Restmüll entsorgt werden, der verbrannt wird. Manche Apotheken nehmen Altarzneimittel freiwillig zurück. Welche Regel bei Ihnen gilt, steht auf der Website Ihrer Gemeinde oder auf arzneimittelentsorgung.de. Einen Umtausch von Medikamenten gibt es übrigens nicht: Was die Apotheke einmal verlassen hat, darf aus Sicherheitsgründen nicht weiterverkauft werden.

Gesundheitschecks

Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin lassen sich in wenigen Minuten messen. Solche Schnelltests ersetzen keine ärztliche Untersuchung, können aber ein erster Hinweis sein – etwa auf ein erhöhtes Risiko für Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auffällige Werte sollten immer in der Hausarztpraxis abgeklärt werden. Ab 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle drei Jahre einen ärztlichen Check-up.

Die Hausapotheke prüfen

Einmal im Jahr lohnt ein Blick in den Medikamentenschrank: Was ist abgelaufen, was fehlt? Zur Grundausstattung gehören Schmerz- und Fiebermittel, ein Fieberthermometer, Verbandsmaterial, Pflaster, eine Wund- und Brandsalbe sowie Mittel gegen Durchfall und Insektenstiche. Bewahren Sie Arzneimittel trocken, kühl und für Kinder unerreichbar auf – das Badezimmer ist wegen der Feuchtigkeit dafür ungeeignet.

Hilfsmittel und Kompressionsstrümpfe

Milchpumpen, Inhalationsgeräte oder Babywaagen werden oft nur für kurze Zeit gebraucht und lassen sich vielerorts ausleihen. Kompressionsstrümpfe sollten dagegen immer genau angemessen werden, am besten morgens, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind. Bei ärztlicher Verordnung beteiligen sich die Krankenkassen an den Kosten.

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